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Peter James - Nicht tot genug


Rezension von Robin Schenck

Inhalt: Drei ermordete Frauen in nur einer Woche und alle wurden in den letzten Stunden ihres Lebens schwer gedemütigt und misshandelt. Und damit nicht genug. Auf den Rücken des zweiten Opfers hat der Mörder einen Satz tätowiert: Weil du sie liebst! Der Hauptverdächtige scheint ein lückenloses Alibi zu haben, und doch finden sich an den Tatorten nur seine DAN-Spuren. Für Detective Superintendent Roy Grace wird die Jagd nach dem Killer viel gefährlicher, als er das je vermutet hätte.

Story: Peter James liefert nach „Stirb schön“ und „Stirb ewig“ seinen dritten Thriller Roman ab und auch hier ist der ermittelnde Beamte wieder Detective Superintendent Roy Grace. Die Story selbst ist interessant und auch spannend, jedoch hat diese Geschichte ein Problem: Sie zieht sich zu lang. Die ganze Handlung hätte man auch gut auf 4 CDs runterkürzen können, so hat man hier jedoch 6 CDs vorliegen. Langweilig ist das Geschehen auf keinen Fall und man kann hier immer noch von einer wirklich guten Geschichte sprechen, aber es passiert in den ersten paar CDs einfach zu wenig. Ab CD4 horcht der Hörer aber wieder auf, denn dort wird die Geschichte dann sehr kurzweilig und man fiebert mit, wer denn nun hinter dem Ganzen steckt. Die Auflösung ist meiner Meinung nach zwar etwas weit hergeholt aber im Großen und Ganzen zufrieden stellend. Letztendlich konnte mich diese Geschichte unterhalten, aber um eine wirkliche TOP Produktion handelt es sich hier nicht.

Sprecher: Gelesen wird die Geschichte von Hans Jürgen Stockerl. Er versucht die Geschichte ansprechend rüberzubringen, jedoch passt seine Stimme hier nicht so wirklich, da wäre ein anderer Sprecher sinnvoll gewesen. Mit seiner ruhigen Stimme kann er die wirklich spannenden Szenen leider nicht so rüberbringt, dass der Hörer ihm atemlos lauscht. Seine Stimme ist zwar angenehm zum Erzählen und größtenteils kann er die Geschichte einigermaßen ansprechend rüberbringen, aber es hakt hier leider an mehreren Stellen.

Musik und Effekte: Musikstücke und Effekte sucht man bei dieser Lesung vergebens. Eigentlich gefallen mir Hörbücher mit musikalischer Untermalung besser, aber hier hat mich das Fehlen eigentlich nicht gestört.

Fazit: Ein ordentlicher Thriller, der zwar ein paar Schönheitsfehler hat, sonst aber gut unterhalten kann. Das größte Problem ist sicherlich, dass sich die Handlung zu sehr zieht und es etwas schwer fällt, erst einmal in die Geschichte hineinzukommen. Ab etwa der Hälfte aber wird das Geschehen spannend und der Hörer fiebert mit, wie sich die ganze Geschichte wohl auflöst. Hans Jürgen Stockerl als Erzähler hat mir nicht ganz so gut gefallen, da seine Stimme eher ruhig und angenehm, diese passt aber nicht so gut zur Geschichte. Auch kann er die wirklich spannenden Szenen nicht ganz so stark rüberbringen. Musik und Effekte sucht man hier vergeblich, was mir aber nicht unbedingt negativ aufgefallen ist. Thrillerfans können hier mal ein Ohr riskieren, sollten aber nicht allzu viel erwarten. Letztendlich bleibt bei mir ein guter Eindruck zurück, jedoch nur sehr knapp.

Note 2-