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Team X-Treme - Donner über der Wüste


Rezension von Alex Sölch

Inhalt: Ein neuartiger Mikrochip aus dem Besitz von Mortar Industries führt das Team X-Treme auf ein streng bewachtes Testgelände für Kampfflugzeuge. Unter falschem Namen sehen Charlie, Kyle und Dr. Dickens sich in der Anlage um - aber ihre Tarnung fliegt auf und sie werden gnadenlos gejagt ...

Story: Eine äußerst interessante Handlung stellt den dritten Fall der zweiten Staffel von "Team X-Treme" dar. Eingeführt wird man in ein Gespräch zwischen Mortimer Tarrigan und seiner Tochter Cleopatra, die mit Laufe der Zeit realisieren, dass sie von Mitgliedern des Teams ausspioniert werden. Daraufhin ergibt sich ein Katz und Mausspiel über das gesamte Testgelände, schließlich werden die drei spionierenden Verbündeten des Teams getrennt und der Hörer darf sich auf eine rasante Jagd zwischen beiden Parteien einstellen, die letztlich wieder im Gespräch zwischen Tarrigan und seiner Tochter endet. Wieso, das möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber nach der etwas schwächeren sechsten Folge kommt man niveaumäßig wieder einen Schritt voran und ich bleibe dabei, dass Verfolgungsjagden mit dem Funkverkehr innerhalb des Teams und die somit entstehende Brisanz am besten zur Serie passen, weil man es eben auch mit Agenten des MI-6 zu tun hat und das an bekannte Kinofilme erinnert. Obwohl nur zwei der Teammitglieder aktiv vor Ort sind, werden alle in das Hörspiel integriert und das auch zu ausgewogenen Teilen, sodass man auch hier dem Hörer ein abwechslungsreiches Bild präsentiert. Kurz: temporeich, spannend und viel Abwechslung - das ist der siebte Abschnitt der Team X-Treme - Serie.

Sprecher: Im Gegensatz zur letzten Folge steht nun auch Oliver Rohrbeck offiziell im Booklet, was ich für sinnvoller als ein Pseudonym erachte. Er bildet neben Sprechergrößen wie Dietmar Wunder, Erich Räuker, Ilona Otto und Uwe Jellinek einen sicheren Rückhalt, mit dem alleine man wohl schon ein erfrischendes Hörspiel liefern könnte, wird allerdings von den jungen Nachwuchssprechern auch noch sehr unterstüzt. Wieder einmal können Leyla Rohrbeck, Jannick Schümann, Linn Reusse und Yoshij Grimm auf voller Linie überzeugen, sie bringen viel Schwung mit in die Serie. Ich bin mit den Sprechern wieder einmal sehr zufrieden, hier liegt eine besondere Stärke in diesen ersten sieben bisherigen Folgen. Alexander Seidel ist seit wenigen Folgen auch fester Bestandteil des Teams und weiß seine Texte gekonnt herüberzubringen, ebenso wie Uli Krohm, Benjamin Kramer, Wolfgang Wagner und Sebastian Schulz, die den Cast komplettieren. Hier bietet man wieder ein rundrum gelungenes Bild.

Musik und Effekte: Auch musikalisch bewegt man sich auf dem üblichen Niveau, zwar ist man nicht zu den allerbesten Serien des Genres zu zählen, aber die sehr eigenen Musiken, die immer wieder das Hauptthema des Titelsongs von Max Buskohl aufgreifen, wissen doch zu gefallen und der Hörer wird sich schon schnell mit der Untermalung anfreunden können, die stimmig zum Abenteuerhörspiel ist. Im Übrigen können auch die Effekte für ein gehobenes Maß an Stimmung sorgen, besonders, wenn mit unkonventionelleren Mitteln Verfolger abgeschüttelt werden müssen.

Fazit: Mit "Donner über der Wüste" findet sich die siebte Produktion der Team X-Treme - Serie im Mittelfeld der Möglichkeiten wieder. Man hat in den letzten beiden Folgen gezeigt, wie die Serie perfekt funktioniert und gleichzeitig auch, wie eine Folge weniger gut geraten kann, aber diese hier liegt genau dazwischen. Äußerst interessant an der Serie ist die folgenübergreifende Handlung, welche nicht nur aus einem, sondern gleich aus zwei Handlungssträngen besteht und so trifft das Team immer wieder auf altbekannte Charaktere, die eine besondere Art an Spannung erzeugen können. Bislang gefällt mir das Konzept der Serie gut, hoffentlich geht es genauso weiter.

Note 2-