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TKKG - Das Paket mit dem Totenkopf


Rezension von Alex Sölch

Inhalt: Als Tarzan an einem bitterkalten Winternachmittag im Stadtpark dem alten Oberst Grewe, der von zwei gemeinen Räubern überfallen wird, zu Hilfe kommt, ahnt er nicht, dass dies der Anfang eines gefährlichen Abenteuers werden sollte. Tarzan findet einen Lederbeutel mit einem Fixerbesteck, wie es Rauschgiftsüchtige verwenden. Als TKKG am Hauptbahnhof dann Boxernase - einen richtigen Gangster, der ein geheimnisvolles Paket mit einem Totenkopf in einem Schließfach versteckt - beobachten, beginnt das Rätsel sich langsam zu lösen. Das wird ein echter Fall für TKKG - denn sie sind einer skurpellosen Bande von Rauschgifthändlern und Erpressern auf der Spur!

Story: Nach dem Flugzeugabsturz in der vorangegangenen Folge begibt sich TKKG wieder in kleinkriminellere Akte, in diesem Falle ein Überfall auf offener Straße, der in der Entblößung einer Drogenbande endet. Die große Stärke der Anfangsfolgen von TKKG liegt in dem schnellen Beginn der Folge, der auch bei diesem Einstieg mit dem Überfall auf Oberst Grewe, sehr gut gelingt und Tarzan direkt in die Geschichte einweiht. Kurz darauf sind die vier Jugendermittler auch schon mitten in der Ermittlungsarbeit und stoßen auf Detleff Egge, der wahrlich Kultcharakter besitzt und famos gesprochen wird, aber dazu unter Sprecher mehr. Altbewährtes Problem bleibt allerdings die hohe Zentrierung auf Tarzan, doch da dessen Beobachtungen auch den Beginn des Falls ausmachen, ist das verschmerzbar. Die Zeit ist mit 40 Minuten ebenfalls wieder sehr gut ausgenutzt, kein Wort wird zu viel geredet und so wird diese Handlung jedem Fan der Serie gefallen.

Sprecher: Einmal mehr muss ich meinen Hut vor der Leistung der Sprecher ziehen, allen voran für mich der grandiose Erzähler Günther Dockerill, dessen Ruhe und Gelassenheit großen Charme in die Serie gebracht haben. Einen großen Sprecherpart übernimmt in diesr Folge Stefan Chrezescinski als "Bösewicht" Detleff Egge, ein Schüler der 11. Klasse, der hier perfekt eingesprochen wird, da dürfte bei jüngeren Hörern gerne schon einmal Gänsehaut aufkommen. Weiterhin dabei sind Ursula Sieg als Mutter Tims, Joachim Wolff (wieder einmal ganz stark, ein toller Sprecher) als überfallener Oberst Grewe, Nicolas Körting als Toni Wiedemann sowie Jan und Marlen Krause als Dieter Lembke und Evi. Aussetzer sind in den ersten Folgen der Jugendkrimiserie sehr rar, auch hier treten wieder kaum solche auf - einfach klasse und es macht großen Spaß, den genannten zuzuhören.

Musik und Effekte: Dr. Andreas Beurmann schafft wieder einmal eine tolle Kleinstadtatmosphäre, in der die vier Detektive umherstreunen und das ist für mich der große Reiz dieser Serie, denn hier wird mit einfachen Mitteln große Stimmung erzeugt und die Musiken gefallen einfach nur. Carsten Bohns Musiken sind fast vergessen, der Ersatz passt auch bestens und was die Effekte angeht, braucht man gar keine großen Worte zu verlieren, das war für damalige Bedingungen einfach schon spitze und das ist es heute auch noch. Großes Hörvergnügen!

Fazit: Mir macht das Hören dieser noch jungen TKKG-Serie großen Spaß, denn das hat einfach Kultcharakter, was hier dargeboten wird. Den ein oder anderen flotten Spruch haben die Charaktere immer auf Lager und die technischen Leistungen sowie die Sprecher lassen keine Wünsche offen. Klasse und für jeden zu empfehlen, der kein allerhöchstes literarisches Niveau erwartet!

Note 1-