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Inhalt:
Der anfangs traumhafte Winterurlaubt entwickelt sich rasch zu einem Albtraum! Wer ist der Unbekannte, der unschuldige Skifahrer in heimtückische Fallen rasen lässt? Tim, Karl, Klößchen und Gaby geraten in die Fänge des Fallenstellers und entkommen nur knapp. Als dann auch noch ein Insasse aus der nahegelegenen Psycho-Klinik ausbricht, wird es gefährlich. Wer wird das nächste Opfer?
Story:
Passend zur anstehenden Winterzeit veröffentlicht EUROPA mit "Schock im Schnee" eine Folge, die für eine Menge Winteratmosphäre sorgen soll und deshalb auch im Harz, genauer gesagt am Brocken, spielt. Was man dort allerdings dann erlebt, ist alles andere als förderlich für Winterstimmung und ganz besonders klischeebehaftet, was man schleunigst unterlassen sollte, weil es mitunter alles andere als gerecht gegenüber psychisch Benachteiligten ist, was André Minninger verfasst hat. Vielleicht soll es auf die ironischen Zeiten der Anfangstage der Serie anspielen, oftmals ist es aber stark überzogen und in meinen Augen einfach unnötig - denn diesen Fall hätte man mit Sicherheit auch ohne einen Psycho-Klinik-Patienten füllen können. Prinzipiell wäre dies alleine aber auch kein Problem, es gesellen sich aber noch einige Probleme mehr hinzu wie beispielsweise das Finale, bei dem ein einfacher Fußball, der zufällig just in diesem Moment in die Hände von Tim gelangt, ausreicht, um den fliehenden Übeltäter niederzuwerfen. Kommissar Zufall, den man lange bei der Serie außen vor lassen konnte, findet also gleichzeitig auch wieder Einzug, weshalb man unter dem Strich von keiner guten Handlung sprechen kann. Einzig das Tempo des Falles geht in Ordnung, ansonsten muss man hier von einer mit vielen Mängeln behafteten Handlung sprechen.
Sprecher:
Viele Nebensprecher sind in die Handlung involviert, von Begleitern in der Gondel über eine Touristenfamilie bis hin zu Polizisten und dem Psycho-Klinik-Patienten. Ebenso vielseitig sind die Darbietungen, die geleistet werden. Am wenigsten gefiel mir der Auftritt von Marco Sand als Volker Mars, der psychisch benachteiligte Charakter der Handlung, was weniger an Sand, sondern vielmehr darauf basiert, dass man mit sehr vielen Vorurteilen an diese Rolle heranzugehen scheint. Folglich spricht Sand einen geistig verwirrten Mann, der ständig seine Phrasen wiederholt und als Hörer weiß man nicht so recht, was man damit anfangen soll. Besser gestalten sich da in meinen Augen schon die Leistungen der Touristenfamilienmitglieder, die von Gerrit Schmidt-Foss, Luise Helm und Nils Noller gesprochen werden. Sie wirken sehr authentisch und können für den ein oder anderen unterhaltsamen Lichtblick sorgen. Des Weiteren hat Patrick Bach als weiteres Opfer neben TKKG einen Kurzauftritt, was der Qualität zugute kommt. Anna Grisebach übernimmt die Rolle einer Empfangsdame, die später im Fall eine wichtige Rolle übernimmt, um TKKG den richtigen Weg zu weisen und sie macht ebenfalls einen überzeugenden Job. Eine ebenso bedeutende Rolle übernimmt Andreas Otto als Jochen Linus, der der entscheidende Charakter der Nebenhandlung ist, die André Minninger in den Fall hineinkonzipiert hat. Weitere Sprecher von "Schock im Schnee" sind Wolf Pahlke, Ingeborg Christiansen, Kaja Möller, Alexandra Doerk sowie Hansi Jochmann.
Musik und Effekte:
TKKG befindet sich im verschneiten Harz und fährt auf dem weiß gesäumten Brocken Schlitten - was käme also mehr in Frage, als dass man Schneeknirschen oder ähnliches für die Untermalung einsetzt? Doch falsch gedacht, denn auch hier muss man lange auf die notwendigen Elemente warten, die für Stimmung sorgen könnten, erst zur Mitte hin kommen diese wirklich zum Tragen, was sehr schade ist. Auch die Musiken wirken ganz und gar nicht winterlich, wobei man ja auch schon in so vielen Folgen vor dieser beweisen konnte, dass man Winteratmosphären durchaus beherrscht. So lässt man auch hier einiges liegen, was zu einer besseren Produktion hätte beitragen können, hoffentlich zeigt man schon in der nächsten Folge wieder, dass man das Hörspielhandwerk in vollen Zügen beherrscht.
Fazit:
"Schock im Schnee" wird von der sehr abstrusen Handlung dominiert, die zwar keine Ungereimtheiten aufweist, aber aufgrund der Eigenschaften des Klinik-Patienten in meinen Augen keineswegs den vielen Menschen gerecht wird, die tagtäglich unter solchen Erscheinungen zu leiden haben. Außerdem gerät das Ende doch deutlich zu zufällig und die Untermalung kann kaum echte Winteratmosphäre herüberbringen. Die Darbietungen der Sprecher sind weitestgehend auf einem hohen Niveau, was an einer noch schwächeren Bewertung vorbeiführt, dennoch gibt es sehr viele bessere Folgen in der langen Geschichte von TKKG - die 170. Folge ist aber eher nur für Fans geeignet.
Note 4
TKKG - Schock im Schnee



