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TKKG - Die Bettelmönche aus Atlantis


Rezension von Alex Sölch

Inhalt: Fünf Jugendliche verschwinden auf geheimnisvolle Weise aus der Stadt. Haben sie sich den unheimlichen Bettelmönchen angeschlossen, die in einem abgelegenen Landhaus leben und in der Gegend ihr Unwesen treiben? Auch die Vier von TKKG tappen - trotz aller Versuche, das Geheimnis zu lüften - im Dunkeln. Sie können nicht ahnen, dass ihnen ein Albtraum wie aus einem bösen Märchen bevorsteht...

Story: Eine Sekte beherrscht das Leben der Millionenstadt, Menschen verschwinden und TKKG steckt mittendrin. Der Aufbau des Hörspiels erscheint wenig überraschend, zu Beginn wird mithilfe eines Klassengesprächs der Begriff der Sekte für die jüngeren Zuhörer erklärt, daraufhin erlebt man die Kriminalität praktisch hautnah über die Detektive mit, weshalb dann im weiteren Verlauf Jagd auf die Übeltäter gemacht wird. Die Thematik, die Stefan Wolf mit den Sekten angesprochen hat, ist lehrreich und erschreckend zugleich, es ist im weiteren Sinne eine Warnung, auf eben solche Gruppierungen nicht zu stoßen und diesen möglichst abweisend gegenüberzustehen. Die Folge ist kurzweilig, atmosphärisch und logisch strukturiert, ganz hohes TKKG-Niveau darf man erwarten und eine spannende Auflösung wird schließlich auch noch geboten - TKKG-Herzen dürften hier wieder einmal höher schlagen, eine der bislang besten Folgen der Serie.

Sprecher: Gleich zu Beginn der Folge hört man Ferdinand Dux als Lehrer Bäumler und er stimmt mit seiner grandiosen Leistung schon einmal auf die guten Sprecherleistungen der gesamten Riege ein. Zwar sind einige weniger bekannte Namen dabei, was aber nichts über das Niveau aussagt, das sich wie eigentlich in allen bisherigen Fällen des Detektivquartetts in hohen Sphären bewegt. Günther Dockerill führt mit gewohnt souveräner Stimme als Erzähler durch das Hörspiel, Sascha Draeger übernimmt auch einige Erzählerparts, indem er seine Gedanken ausspricht, was der einzige Kritikpunkt in Sachen Handlung und Sprecher für mich ist. Dadurch wirkt das Hörspiel an einigen Stellen doch sehr aufgesetzt, diese Parts hätte man geschickter über die Rolle des Erzählers lösen können. Nowotny, Lubowski und Neugebauer überraschen nicht mit ihren Leistungen, konstant gut, genauso wie die Gastsprecher um Hildegard Wensch und die überzeugenden Petro Gandolfo, Dirk Meyer, Raimondo Ferro, Martin Piontek und Bertram von Boxberg. Komplettiert wird der Cast von Joachim Richert, Harald Pages, Frederik Houben und Karin Lieneweg.

Musik und Effekte: Auch auf Seiten der Untermalung vermag die dreizehnte Folge der mittlerweile schon mehr als 100 Folgen umfassenden Hörspielserie zu unterhalten, Prof. Dr. Beurmann ist für diesen Bereich verantwortlich und spielt atmosphärische Musiken ein, die die Handlung betonen können und für eine ordentliche Hörspieluntermalung sorgen. Viele Effekte werden nicht benötigt, qualitativ ist man aber auch hier auf angemessenem Niveau, so darf es gerne in noch vielen kommenden Folgen weitergehen.

Fazit: Unter dem Strich ist mit "Die Bettelmönche aus Atlantis" eine der besten Folgen der TKKG-Serie zu vermerken, die besonders mit der temporeichen und höchst atmosphärischen Handlung und den gut ausgewählten Sprechern überzeugen kann. Jüngere Zuhörer dürften keine Probleme haben, dem Plot zu folgen, sodass dies gleichzeitig auch eine ideale Folge für jung und alt mit einer wichtigen Grundaussage ist. So schafft es Stefan Wolf im Kleinen sogar, ideologische Ansätze in die Hörspiele zu verpacken. Viele weitere Hörspiele solcher Machart bitte!

Note 1-