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TKKG - Die Falschmünzer vom Mäuseweg


Rezension von Alex Sölch

Inhalt: Ohne Arbeit zu Geld kommen - das ist der Traum einer Bande jugendlicher Handtaschenräuber. Um diesen Traum zu verwirklichen, scheut die Bande vor keiner Straftat zurück. Aber erst als die Bandenmitglieder sich mit den Falschmünzern vom Mäuseweg zusammentun, scheinen goldene Zeiten anzubrechen. Gemeinsam wird ein krummes Ding geplant. Doch die Verbrecher haben einen Gegner: TKKG ! Können die Vier das "große Ding" verhindern?

Story: Auch Fall elf der Jugendbande aus der Feder von Stefan Wolf bietet zwei parallel verlaufende Fälle, die letzten Endes zu einer gemeinsamen Auflösung führen. Auf der einen Seite bekommt man es mit Geldfälschern zu tun, auf der anderen Seite mit Handtaschendieben und die Verknüpfung geht natürlich nur über TKKG. Kurz, knackig und nur mit den wichtigsten Elementen überzeugen die Folgen der Anfangszeit von TKKG, teilweise werden sogar Passagen vom Erzähler vorweggenommen und nur ihr Ausklang mit Technik unterlegt, um bedeutenderen Szenen mehr Spielzeit und Gewichtung einzuräumen. Einzige Störung in Handlungshinsicht ist dieses Mal die Szene, in der Tim gemeinsam mit Klößchen den Verbrechern auf der Spur ist und dabei für den Hörer Selbstgespräche führt, die die aktuelle Handlung erklären. Ansonsten aber wieder eine saubere, stimmungsvolle Folge, die mit viel Charme gefallen kann.

Sprecher: Das Sprecherbild fällt allgemein sehr stimmig aus. So sehr viele Sprecher gibt es gar nicht, es sind um genau zu sein drei Gruppen. Die erste natürlich die ermittelnde um Kommissar Glockner, der von Wolfgang Draeger gesprochen wird und den vier damals noch Jugendlichen Sascha Draeger, Niki Nowotny, Manou Loubowski und Veronika Neugebauer. Ihre Leistungen sprechen mich noch mehr als in vorherigen Folgen an, alles wirkt langsam eingespielt und routiniert, ich bin gespannt, wie dieser Trend in den nächsten Abschnitten verläuft. Schnell nach Beginn der Folge wird dann eine Rockerbande eingeführt, bestehend aus den Sprechern Gernot Endemann, Lutz Mackensy, Lutz Schnell und Andreas Kneifel. Ihre Pöbeleien gegenüber der TKKG-Bande fallen unterhaltsam aus, irgendwie gehört das auch zu TKKG dazu und so kann man ob der teilweise stupiden Bemerkungen auch öfters mal in der Geschichte schmunzeln. Willys Eltern, in Persona Andreas Wolters und Elke Beissert, sowie Christof Töpfer, Volker Bogdan und Siegfried Wald, die ebenfalls tragende Rollen im Hörspiel übernehmen, bekommt man dann auch noch zu hören, alles in allem gehen die Leistungen in Ordnung. Hier bewegt man sich auf gutem Niveau.

Musik und Effekte: Ganz offensichtlich spielt "Die Falschmünzer vom Mäuseweg" im Winter. Bei den Bewegungsgeräuschen wird viel Wert darauf gelegt, das Knacken des Schnees realistisch herüberzubringen, was auch gelingt und so wird trotz der Spannung auch eine gemütliche Atmosphäre dargestellt, was zum Charme der Folge beiträgt. Atmosphärisch spielt TKKG sowieso in den vordersten Riegen der Hörspielserien mit, was auch an der Musik liegt. Diese ist gegenüber der Originalausgaben, die mir leider nicht bekannt sind, bei den ersten Fällen der Serie ausgewechselt, doch die Ersatzmusiken wissen hier zu überzeugen, außerdem überstrapaziert man nicht spezielle Szenen, sodass ein ruhiges, sauber erarbeitetes technisches Klangbild erreicht wird.

Fazit: Für mich gehört "Die Falschmünzer vom Mäuseweg" zu den Top 3 der zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten elf Folgen. Auch wenn die TKKG-typischen Übertreibungen nicht fehlen, ist man doch auf einer relativ realistischen Ebene geblieben, außerdem können einige Spannungsmomente wie zum Beispiel das Telefonat mit dem Bankbesitzer für entscheidende und gut unterhaltende Elemente sorgen. Die Sprecher und die Untermalung sind auf ähnlichem Niveau zu sehen, ein sehr ordentliches Hörspiel der TKKG-Serie.

Note 2+