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Edgar Allan Poe - Der Untergang des Hauses Usher


Rezension von Robin Schenck

Inhalt: In seinen Träumen kehrt er zurück zu einem Jugendfreund, der einsam mit seiner Schwester auf seinem Landsitz lebt. Aber in dem Haus geschehen seltsame Dinge. Hat ihn wirklich sein Jugendfreund eingeladen? Warum ist kaum Personal im Haus? Eines Abends, als Gäste erwartet werden, ruft man ihn in das nächste Dorf. Doch auf halbem Wege reitet er zurück … und erlebt den Untergang des Hauses Usher.

Story: Mit „Der Untergang des Hauses Usher“ steigert man sich meiner Meinung nach etwas im Gegensatz zum Vorgänger „Die schwarze Katze“ auch wenn man hier noch keine TOP Produktion vorliegen hat. Die Geschichte selbst ist sehr spannend und unheimlich atmosphärisch, aber in meinen Ohren braucht sie etwas zu lange, bis sie in Fahrt kommt. Danach geht es sehr temporeich zu und unterhält den Hörer bestens bis zur letzten Minute. An die starke erste Folge der Serie kommt man zwar noch nicht ganz heran, aber man befindet sich auf einem guten Weg. Ich persönlich bin sehr gespannt wie es mit Edgar Allan Poe weitergeht und freue mich auf das vierte Hörspiel der Serie, dass den Titel „Die Maske des roten Todes“ trägt.

Sprecher: Wie man es von der Serie gewohnt ist, hört man auch in dieser Folge nur sehr wenig Sprecher. Neben Ulrich Pleitgen, der seine Rolle als Edgar Allan Poe wieder verdammt stark rüberbringt hört man noch Klaus Jepsen als Usher, Dauergast Till Hagen als Dr. Tempelton, Viola Morlinghaus als Lady Madeline und Thomas Hoffmann als Brendan. Auch sie bringen ihre Rollen überzeugend rüber, was aber auch bei diesen Sprechern nicht verwunderlich ist.

Musik und Effekte: Technisch ist auch diese Produktion mal wieder ein richtiges Meisterwerk geworden. Die Atmosphäre ist dermaßen bedrückend, dass es nicht verwunderlich ist, wenn die Stimmung nach dem Hören auf dem Tiefpunkt ist. Die Musik stammt wieder aus dem Filmorchester Berlin und das passt einfach perfekt zu der Geschichte. Auch bei den Effekten haben die Macher von STIL wieder alles richtig gemacht und ein schönes Geräuschszenario aufgebaut.

Fazit: „Der Untergang des Hauses Usher“ gefällt mir besser als die Vorherige Folge, aber man kommt immer noch nicht an das erste Hörspiel der Serie heran. Die Geschichte braucht zwar eine Zeit bis sie in Fahrt kommt, ist aber ab dem Moment sehr spannend und temporeich. Die Atmosphäre ist auch hier wieder sehr bedrückend und zeigt, wie phantastisch die technische Seite in dieser Produktion mal wieder ist. Abgerundet wird alles von sehr guten Sprechern, auch wenn man hier nur fünf Stück hört. Für Fans der Serie ist die CD natürlich ein Pflichtkauf, aber auch jeder andere Mystery Fan kann hier bedenkenlos zugreifen, man sollte aber die ersten beiden Hörspiele der Serie kennen, denn sonst versteht man vermutlich nicht sonderlich viel. Ich fand die Folge wieder sehr spannend und vergebe deshalb das Prädikat GUT mit einem kleinen Plus!

Note 2+