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Die drei ??? - Spuk im Netz


Rezension von Robin Schenck

Inhalt: Miss Bennett, die Leiterin der Bücherei in Rocky Beach, ist verschwunden! Eine überstürzt verlassene Wohnung, gelöschte Dateien und ein Zettel mit einer Reihe merkwürdiger Zahlen weisen auf einen äußerst mysteriösen Fall hin. Die drei ??? machen sich auf die Suche. Bald schon wissen sie: die Bibliothekarin ist den geheimnisvollen Zeichen einer geisterhaften Erscheinung im Internet gefolgt. Wohin soll sie gelockt werden? Welche Botschaft hat sie erhalten? Die Antwort steht in den Sternen! Werden die drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach sie lesen können?

Story: Nach zwei guten Folgen zeigt die Qualitätskurve hier leider wieder stark nach unten und man hat sogar für meinen Geschmack die bisher schwächste Folge seit der Rückkehr der Serie bei Folge 121 vorliegen. Ich muss dazu sagen, dass ich die Buchvorlage diesmal nicht gelesen bin und so vollkommen uneingenommen bin, was die Hörspielumsetzung angeht. Überzeugen konnte mich das hier gebotene jedoch nicht, da die Geschichte viel zu verworren und abgedreht ist. Hätte Frau Vollenbruch hier sich auf einen einzigen Handlungsstrang konzentriert, wäre sicherlich mehr drin gewesen, so wirkt das Ganze aber für meinen Geschmack ziemlich mit der Brechstange konstruiert. Inhaltlich kann das Hörspiel also nicht wirklich überzeugen, ob die Sprecher und die technische Seite da etwas reißen können?

Sprecher: Die Besetzungsliste liest sich schon mal richtig gut, hier hat man mit Renate Pilcher, Celine Fontange, Sky du Mont, Andreas von der Meden, Holger Mahlich, Ben Hecker, Sabine Hahn und Jürgen Holdorf einige hochkarätige Sprecher an Bord. Ihre Performances kann man allesamt als gut durchwinken. Nicht ganz so gut dagegen gefallen hat mir anfangs Rhea Harder. Sie bekommt zwar irgendwann die Kurve und hinterlässt am Ende einen ganz soliden Eindruck, anfangs wirkte sie für meinen Geschmack allerdings etwas übermotiviert. Die drei Hauptsprecher machen ihren Job ebenfalls wieder hervorragend, einzig Jens Wawrczeck neigt am Ende mit seinem Geschrei etwas zu übertreiben.

Musik und Effekte: Musikalisch ebenfalls eine ordentliche Angelegenheit. Größtenteils kommen neue Stücke zum Einsatz, die auch an der richtigen Stelle eingesetzt wurden und so die Atmosphäre noch einmal etwas steigern können. Ab und an gibt es dann wieder ein älteres Orchesterstück, was ebenfalls zu gefallen weiß. Mit der Untermalung bin ich also rundum zufrieden, gleiches gilt auch für die Effekte, die ebenfalls passend eingesetzt wurden.

Fazit: Für mich das bisher schwächste Hörspiel der Reihe seit dem Wiederbeginn ab Folge 121, denn inhaltlich konnte mich die Geschichte so gut wie gar nicht fesseln. Die Geschichte wirkt völlig konstruiert und ist noch mit viel zu vielen komplizierten „Decknamen“ gespickt. Auch wirkt das Ganze ziemlich träge, von Spannung ist hier nicht der Hauch einer Spur zu finden. So kann es leicht passieren, das man beim Hören mit den Gedanken abschweift, weil einem das Ganze einfach ziemlich egal ist. Die guten Sprecher und die sehr ordentliche technische Seite ziehen den Gesamteindruck zwar noch etwas nach oben, für mehr als ein „ausreichend“ reicht es hier aber nicht.

Note 4