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Die drei ??? - Das Haus des Schreckens


Rezension von Robin Schenck

Inhalt: Was geht im Marriott House, dem gruseligen alten Gebäude draußen auf einer einsamen Insel, vor sich? Spukt es dort tatsächlich? Als eine Person entführt wird und unheimliche Spuren Böses ahnen lassen, ist schnell klar: Dies ist ein Fall für Die drei ???! Wer oder was hat den berühmten Musikproduzenten Lloyd Scavenger in seiner Gewalt? Justus, Peter und Bob, die drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach, nehmen die Spur auf - und geraten in ein Labyrinth, in dem hinter jeder Ecke ein neues Rätsel wartet.

Story: Die Buchvorlage hatte mich damals sehr gefesselt, sodass ich den Roman an einem Stück durchgelesen hatte und mit dieser Geschichte hat Marco Sonnenleiter für mich auch erstmals wirklich gezeigt, dass er zu Recht Autor der wohl bekanntesten Jugendbuchserie Deutschlands ist. Auch die Hörspielumsetzung kann überzeugen, allerdings hätte man das Skript für meinen Geschmack noch etwas kürzen können, da man sich auch diesmal bei der Spielzeit im 70 Minuten Bereich befindet. Ich persönlich bevorzuge besonders bei Kinder- und Jugendhörspielen lieber kürzere Storys, wie es in der Vergangenheit bei den meisten Europa Serien ja auch der Fall gewesen ist. Die Geschichte selbst baut allerdings genug Spannung auf und auch an Gruselmomenten fehlt es dem Hörspiel nicht. Einzig die ersten knapp 15 Minuten des Hörspiels haben sich für meinen Geschmack einfach zu sehr in die Länge gezogen. Ansonsten erneut eine gute Geschichte, die ich inhaltlich mit dem Vorgänger „Der Fluch des Drachen“ gleichsetzen würde.

Sprecher: Bei der Sprecherliste stechen diesmal leider kaum bekannte Namen ins Auge. Einige Sprecher kennt man zwar aus ein paar Europa Produktionen, wirklichen Top Stars hat man diesmal allerdings nicht ins Studio geholt. Anhören tut man den Sprechern dies allerdings nicht, denn alle Beteiligten machen ihren Job ordentlich. Negativ fällt hier niemand auf. Die drei Hauptsprecher Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich sowie Erzähler Thomas Fritsch dürften hier mit Abstand die bekanntesten Sprecher an Bord sein und wie gewohnt bringen sie ihre Rollen wieder souverän rüber.

Musik und Effekte: Musikalisch ebenfalls eine ordentliche Angelegenheit, es kommen ein paar neue Stücke zum Einsatz, dann wieder ein altbekanntes Orchesterstück, die Mischung stimmt hier auf jeden Fall. Bei den Effekten sieht es ähnlich gut aus, die düstere Atmosphäre des Marriott House hat man sehr gut rübergebracht, was der ganzen Geschichte auch noch einmal einen zusätzlichen Schub an Spannung gibt.

Fazit: Eine weitere gute Folge, so kann es gerne weitergehen. Einzig die Längen besonders in den ersten Minuten des Hörspiels sollte man in den Griff bekommen, lieber viel wegschneiden und ein Hörspiel mit knapp 50-60 Minuten abliefern als ein Hörspiel, das über 70 Minuten Spielzeit aufzuweisen hat, wo sich die eine oder andere Szene leider schon mal in die Länge zieht. Da sich dies in dieser Geschichte jedoch schon in Grenzen hält und die Geschichte nach der Einleitung auch sehr kurzweilig wirkt, kann man auch diesmal wieder von guter Unterhaltung sprechen. Dazu kommen einige gut aufgelegte Sprecher und eine starke technische Seite. Fans der Serie können hier mal wieder bedenkenlos zugreifen und für meinen Geschmack hat Marco Sonnenleiter mit dieser Geschichte sogar seine bisher Beste abgeliefert.

Note 2